Geschichte

Die Jahre 1975 - 1996

In den Jahren nach 1970 durchlebte der SPD-Ortsverein eine Tiefphase, die Vereinsarbeit lag brach, die aktiven Mitglieder von einst waren müde und Nachwuchs ließ auf sich warten. Auch der anderswo bemerkbare Aufschwung nach 1972 (Mißtrauensvotum) ging an Kressbronn vorbei. Der Verein kämpfte um sein Überleben. Erst Ende der 70er Jahre stabilisierte er sich wieder, allerdings lag von da an der Schwerpunkt der politischen Arbeit in den Gemeinderats - und Kreistagsgremien. Regelmäßige monatliche Versammlungen fanden nicht mehr statt, da die Teilnahme zu wünschen übrig ließ. Die beständig anwachsende Bevölkerung der Gemeinde Kressbronn führte Anfang der 70er Jahre zu einem erheblichen Bauboom. Die Gemeinde wandelte sich langsam von einer bäuerlichen zu einer fremdenverkehrsorientierten und verstädternden Kommune. Damit wurden ganz wesentliche Veränderungen der Infrastruktur notwendig. Der Neubau einer Grund- und Hauptschule und die Einrichtung einer Realschule als Mittelpunktschule, die Erstellung des Parkkindergarten und die finanzielle Beteiligung am katholischen Kindergarten wurden von den SPD-Gemeinderäten als notwendige Investitionen voll mit getragen. Erhebliche Auseinandersetzungen gab es allerdings um die geplante Entlastung der B31 alt (Hauptstraße), ein Thema, das die Gemüter bereits seit Jahrzehnten erhitzte. Ob eine Bundesautobahn (A98) oder die als Ortsumgehung geführte Trasse einer B31 neu die bessere Lösung sein würde, war schwer umstritten. Auch eine Tunnellösung war zeitweilig im Gespräch, wurde aber aus Kosten - und bautechnischen Gründen wieder fallengelassen. Die in Bonn gefällte und von der örtlichen SPD favorisierte Entscheidung für die Umgehungsstraße wird nun ab Dezember 96 endlich die erhoffte Entlastung des Ortes von dem unerträglichen Durchgangsverkehr bewirken. Die im Zuge der Sanierung "Ortsmitte" durchgeführten verkehrsberuhigenden Maßnahmen im Straßenbau (Kirchstraße, Hemighofener Straße) wurden leider so verwässert, daß von "gelungen" eigentlich nicht die Rede sein kann. Dasselbe gilt auch für den Straßenrückbau in Gattnau. Leider reichten die SPD-Stimmen in diesen Fällen - wie auch in manch anderen - nicht aus, um ein anderes Konzept durchzusetzen. Insofern muß festgestellt werden, daß es Mehrheitsentscheidungen waren, wie die Bevölkerung sie sich gewählt hatte. Nachträgliches Maulen hilft da nichts. Teilweise heftige Diskussionen ergaben sich im Gemeinderat immer dann, wenn sie sich um die grundsätzlichen Vorstellungen der Bebauung drehten. Über lange Zeit wurde mit Bauland umgegangen, als sei es beliebig vermehrbar und Investoren verdienten sich hier goldene Nasen. Erst allmählich setzte sich die Idee durch, daß auch für die nachfolgenden Generationen vorgesorgt werden müsse. Das Kressbronner Modell der Baulanderschließung hat sich inzwischen bewährt, nachdem viel zu viele Bausünden durchgegangen sind. Auch in jüngster Zeit werden die kommunalpolitischen Themen nicht weniger, wenngleich das für Investitionen notwendige Geld immer knapper wird. Schon früh erkannte die SPD die Notwendigkeit, die Parkschule zu erweitern, was zunächst als völlig utopisch abgelehnt wurde. Heute können wir dem Entstehen des Neubaus zuschauen und uns freuen, daß die künftigen Schülerinnen und Schüler - unsere Kinder - endlich in eigenen Klassenräumen unterrichtet werden! Der 2. Seezugang oder die Uferrenaturierung sind weitere Themen, zu denen die SPD - Fraktion im Gemeinderat ihre abweichende Meinung vertritt und durch gute Argumente und mit viel Geduld auf ein Umdenken in den Mehrheitsfraktionen hinarbeitet.

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