Genossen schnuppern Schule

Veröffentlicht am 23.12.2013 in Presseecho

Delegation der Kreis-SPD zeigt sich beeindruckt vom Alltag in der Bodensee-Schule. Von eigenen Schulerfahrungen noch geprägt und beeindruckt, hat sich eine zehnköpfige Delegation der SPD des Bodenseekreises vom Schulalltag in der Friedrichshafener Bodensee-Schule gezeigt: Die Genossen stießen auf konzentriert arbeitende Kinder und Jugendliche in einer angenehmen Atmosphäre ohne Lärm und einer Disziplin, die von den Schülern selbst ausging.

Drei Stunden führte Schulleiter Gerhard Schöll die Gruppe durch die Klassenzimmer, Werkräume, Kantine und Außenanlagen. Die katholische Schule führt bis zum staatlichen Realschulabschluss. Seit 1991 haben alle Schüler bis auf einen den Schulabschluss geschafft und anschließend eine Lehrstelle oder einen Platz in einer weiterführenden Schule erhalten, ein beispielhafter schulischer Lernerfolg. Deutlich zu spüren war, dass für Rektor Schöll der Schüler als Mensch und dessen Entwicklung zu einer Persönlichkeit im Mittelpunkt steht. Geschäftsführer der Schulfirma mit einem Umsatz von rund 45 000 Euro im Jahr sind Schüler. Sie sind verantwortlich für den Wareneinkauf und -verkauf (unter anderem von Kleidungsstücken und Schulmaterial) oder den Cafeteria-Betrieb, sowie für die Buchführung und Steuerklärung gegenüber dem Finanzamt. Die Sozialdemokraten erlebten Lernmethoden einer erfahrenen, über Jahrzehnte gewachsenen Gemeinschaftsschule, sodass der Besuch auch die laufenden Entscheidungen der SPD für die staatlichen Gemeinschaftsschulen beeinflussen soll und wird. Die Teamstrukturen, runden Tische, Urteilsfindungen und Wege zu Beschlüssen dieser Schule spiegeln eine demokratische Gesellschaft wider, in der die Schüler eine große Eigenverantwortung für den Schulbetrieb tragen, heißt es. Die Bodensee-Schule betreibt eine eigene Küche, in der täglich und für 3,50 Euro kostendeckend 800 Essen ausgegeben werden. Das monatliche Schulgeld in der Bodensee-Schule beträgt 43 Euro. Mittlerweile sind auch Muslime, sowie ungetaufte oder evangelische Kinder an der Schule. Lernschwache oder behinderte Kinder leben und lernen mit allen anderen in einem Klassenverband. Als sich die Sozialdemokraten nach drei Stunden verabschiedeten, gerade war die große Pause zu Ende, waren einige Schüler mit dem Aufsammeln von Abfall auf dem Pausenhof beschäftigt. „Diese schnell erledigte Arbeit erspart der Schule Ausgaben für eine externe Firma, bietet den Schülern stets einen sauberen Pausenplatz und regt alle an, keine Abfälle zu hinterlassen. So funktioniert Schule für die Gemeinschaft – Gemeinschaftsschule“, sagt der Klufterner Genosse Bernd Caesar, Mitglied der Besucherdelegation. Erschienen: www.schwaebische.de, 22.12.2013

 

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