SPD Kressbronn-Langenargen-Eriskirch

Stellungnahme zur Veränderung der Schulbezirke

Veröffentlicht am 26.04.2024 in Standpunkte

Wir akzeptieren, dass wir mit der Forderung nach einem Ganztagesangebot an beiden Grundschulen zum jetzigen Zeitpunkt nicht durchkommen. Das hat verschiedene Gründe, zum einen ist die Nonnenbachschule derzeit baulich nicht optimal für eine Ganztageskonzeption und auch vom Kollegium ist dies nicht gewollt.

Was wir aber nicht akzeptieren wollen, ist, dass Eltern aufgrund eines undurchsichtigen, komplizierten Systems nicht in der Lage sein werden, für sich und ihre Familie eine transparente Entscheidung über die Beschulung zu treffen

Wer beispielsweise im oberen Schulbezirk wohnt und einen Antrag auf Wechsel des Schulbezirks stellt, muss den Ganztag dann auch ab Klasse 1 in Anspruch nehmen oder muss später seinem Kind einen Schulwechsel zumuten. Wer im unteren Schulbezirk wohnt, kann Jahr für Jahr flexibel neu entscheiden.

Noch ein Beispiel: Wer im unteren Schulbezirk wohnt, aber sein Kind an der Nonnenbachschule beschulen will, vielleicht, weil er oder sie selbst diese Schule besucht haben, hat keine  Chance einen Antrag auf Schulbezirkswechsel zu stellen. Die größte Schwachstelle an alldem ist aber, dass wir es nicht transparent kommunizieren können, weil tragende Gründe für einen Schulbezirkswechsel nicht offensiv beworben werden dürfen. Das bedeutet, dass wir darauf setzen, dass Eltern sich über den Buschfunk gut genug informieren, um selbst auf die Tücken dieses ungleichen Systems zu stoßen.

Wir stehen ein für Transparenz und machen uns stark für den Elternwillen bei der Entscheidung für ein Beschulungssystem. Die Frage, wie das eigene Grundschulkind beschult werden soll, bestimmt maßgeblich die Struktur und Rollenverteilung in der Familie. Daher möchten wir den Vorschlag einbringen, die Schulbezirke in unserer Gemeinde aufzuheben.

Eltern sollen frei wählen können, an welcher Schule und in welchem System - Halb- oder Ganztag - sie ihr Kind beschulen möchten. Ein bedenkenswertes Problem hierbei sehen wir in einer schlechteren Planbarkeit der Schülerzahlen. Hier denken wir aber, dass bereits von den Zahlen der Halb- und Ganztagsbetreuung in den Kindergärten Rückschlüsse auf die spätere Einschulung gezogen werden können.


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