„Natürlich gibt es eine Europäische Identität!“

Veröffentlicht am 14.04.2019 in Wahlen

Britta Wagner, Matthias Eckmann, Evelyne Gebhardt, Rainer Röver

EU-Parlamentsvizepräsidentin Evelyne Gebhardt mit klarer Botschaft

Wahrlich ein Mammuttag war der vergangene Freitag für Evelyne Gebhardt. Bereits am Vormittag stand sie, zusammen mit drei anderen Parlamentariern, den zehnten Klassen des Montfort-Gymnasiums Rede und Antwort. Am Nachmittag beschäftigte Sie sich bei ifm und IHK mit deren großen Problemen mit der Umsetzung der Entsenderichtlinie. Am Abend dann sprach die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments auf Einladung der SPD Kressbronn vor einem kleinen Kreis Interessierter über die aktuelle Europapolitik.

Matthias Eckmann, Student und stellvertretender Kreisvorsitzender der SPD im Bodenseekreis, moderierte souverän durch über zwei Stunden, in denen es zu einem regen Austausch aktueller Themen kam. Evelyne Gebhardt unterließ es nicht, mehrmals zu betonen, dass die Europawahl eine Schicksalswahl sei, denn ausgemachtes Ziel rechter Europa-Kandidaten sei es, für den Fall ihrer Wahl, das Parlament abzuschaffen. Damit würden sie auch die Demokratie abschaffen. 74 Jahre in Frieden, so die 65-jährige Abgeordnete, das sei außergewöhnlich in der Geschichte Europas. Und so überraschte es nicht, dass sie allen Anwesenden und mit ihnen allen Einwohnern der Europäischen Union eine klare Botschaft entgegenbrachte: „Wir alle sind Friedensnobelpreisträger und darauf können wir stolz sein.“


Mit ihrem selbstbewussten ‚Ja‘ zur Europäischen Union ging Evelyne Gebhardt ebenso ausführlich wie zugewandt auf die Fragen und Anmerkungen der etwa zwanzig Zuhörerinnen und Zuhörer ein. Viel werde für den Verbraucherschutz und die Freizügigkeit unternommen, doch das Europäische Parlament kümmere sich nicht vorrangig um Strohhalme oder Roaming-Gebühren. Die Europäische Union, das sei eine Wertegemeinschaft, „ein freier Raum, in dem wir uns entfalten können“. Dies jeder Bürgerin und jedem Bürger immer wieder vor Augen zu halten, sei die eigentlich dringliche Angelegenheit dieser Tage und Wochen.


Entscheidend, so brachte sie es in ihrem Schlusswort auf den Punkt, sei die anstehende Europawahl am 26. Mai, weil sich dort entscheide, ob wir in weiter Zukunft einmal in den Vereinigten Staaten von Europa zu Hause sind oder Nationalismus und Krieg über unseren kleinen Kontinent herrscht.

Natürlich gebe es ebenso eine Europäische Identität, wie es eine Deutsche, Niederländische oder Slowakische gebe, denn hochgehalten würden die Grundfreiheiten in jedem einzelnen Staat der Union. Das sei es, was Europa von vielen Teilen der Welt unterscheide. Und dafür lasse sich leidenschaftlich kämpfen.

 

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